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Austrofaschistische Gesinnung!

XXIV. Gesetzgebungsperiode, FPÖ

  • gegen: Heinz-Christian Strache
  • Präsidium: Mag. Dr. Martin Graf
  • erhalten im: Mittwoch, 21 Januar 2009

Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Ich habe gestern die Sendung „Report“ gesehen und weiß ja schon seit längerer Zeit, dass Sie, Herr Strache, Wiener Bürgermeister werden wollen. Und jetzt frage ich Sie: Wie stellen Sie sich das vor, wenn Sie als Wiener Bürgermeister ständig gegen Aus­länder wettern und möchten ... (Abg. Strache: Der Austrofaschismus ist offensichtlich Ihre Gesinnung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Strache: Sie haben eine austrofaschistische Gesinnung, die Sie hier zum Ausdruck bringen! – Ruf: Das ist ungeheuerlich! – Weitere anhaltende Zwischenrufe.) – Herr Präsident.

Abgeordneter Dr. Wolfgang Schüssel (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsi­dent, ich weiß nicht, ob Sie den Zwischenruf des Abgeordneten Strache zu unserer Rednerin gehört haben. Er hat ihr „austrofaschistische Gesinnung“ vorgeworfen, und wir verlangen dafür einen Ordnungsruf. (Abg. Strache: Bei euch hängt noch der Doll­fuß im Klub! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.)

Ordnungsruf

Präsident Mag.Dr. Martin GrafSehr geehrte Damen und Herren! Nach Einsicht in das vorläufige Stenographische Protokoll erteile ich Herrn Abgeordnetem Strache für seinen Zwischenruf „Sie haben eine austrofaschistische Gesinnung, die Sie hier zum Ausdruck bringen!“, gemacht in Richtung der Kollegin Tamandl, einen Ordnungsruf. (Ruf beim BZÖ: Das tut weh!)